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DBA-Abschluss/Gleichwertigkeit: DBA und PhD?

Gleichwertigkeit: DBA und PhD?

Laut Beschluss der Deutschen Kultusministerkonferenz (KMK) wird der Doctor of Business Administration (DBA) als internationaler Titel formal als der Promotion an einer deutschen Universität gleichwertig anerkannt. Neben der KMK erkennen vor allem das US-Bildungsministerium sowie der „British Economic and Social Research Council“ den DBA als gleichwertig zum PhD an. Der DBA ist auch in Frankreich, wo er eine längere Tradition als in Deutschland hat, entsprechend anerkannt.

Formal gleichwertig heißt konkret, dass der DBA als Promotion und Forschungsabschluss der dritten (!) Bolognastufe mit der Äquivalenzklasse D1 anerkannt ist, wenn die vergebende Hochschule der Äquivalenzklasse D1 angehört. Das ist beim DBA des Business Science Instituts (BSI) eindeutig der Fall, weil sowohl die „Université de Lyon“ als auch die „University of Sidney“ national und international D1-Status haben. Damit ist der DBA des BSI sogar doppelt ausgezeichnet, was deutschen Doktortiteln in aller Regel fehlt. Ein expliziter Eintrag in der anabin-Liste ist dazu nicht vonnöten.

Zu den formalen Angaben zu einem Hochschulabschluss, die von der KMK zur Vergleichbarkeit im internationalen Rahmen herangezogen werden, zählen u.a. die genaue Abschlussbezeichnung, die Übersetzung ins Deutsche oder Englische, die Abkürzung, die Studiendauer, eine allgemeine Beschreibung des Studiums sowie die Voraussetzungen zur Aufnahme des Studiums. Die Einordnung in das deutsche Bildungssystem ist in aufsteigender „Rangordnung“ dreistufig: „bedingt vergleichbar“, „entspricht“ und „gleichwertig“.

Die KMK spricht korrekterweise von formaler Gleichwertigkeit, weil DBA und PhD inhaltlich und von ihrer Zielrichtung gezielt nicht gleichartig, von ihrem Anspruch und ihrem akademischen Niveau jedoch gleichwertig sind.

Der DBA wurde von der Harvard University entwickelt, um einen Informations-, Wissens- und Technologietransfer zwischen der unternehmerischen bzw. betriebswirtschaftlichen Praxis einerseits und der universitären Forschung andererseits sicherzustellen. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung von theoretischem Wissen in der Praxis. Der DBA eignet sich vor allem für Personen aus der betrieblichen Praxis. Im Gegensatz dazu ist der Doctor of Philosophy (PhD) stärker an der universitären (Grundlagen-)Forschung orientiert und macht eigentlich nur Sinn, wenn eine Karriere im Hochschulbereich angestrebt wird.

Ergebnis für Sie:

Der DBA-Titel kann nach Auskunft des höchsten deutschen Hochschulgremiums (KMK) wahlweise in der Originalabkürzungsform „DBA“ oder in der Form „Dr.“ ohne Fach- und Herkunftszusatz geführt werden, d.h.:

Dr. Theresa Stein

oder

Theresa Stein
Doctor in Business Administration (DBA).